Dancing Sin (2021)

Höhe x Breite x Tiefe: 300x60x60cm; Material: Metall und Holz; Preis auf Anfrage

Ausgestellt im Skulpturenpark “TheRhineArt” auf dem Katharinenhof, Bonn-Bad Godesberg, Venner Str. 51

Anknüpfend an den reichlich aufgeladenen Mythos aus der biblischen Schöpfungsgeschichte geht es um das Verhältnis von Verführung, Sünde, Erkenntnis und deren Folgen. Es ist bekanntermaßen die Schlange, die als schlauestes aller Tiere „die Frau“ dazu verführt, Früchte vom Baum der Erkenntnis zu essen, um wie Gott zu werden (vgl. Genesis 3, 1-24). Sogleich haben wir es mit einer doppelten Verführung zu tun, denn die Frau gibt auch ihrem Mann davon. Wir wissen, wie es weiter ging: Mit dem Verzehr kam die Erkenntnis der eigenen Nacktheit, Gott zürnte und vertrieb die beiden aus dem Paradies – Mühsal, Schmerzen und Übel kamen über den Menschen.

Die Verbindung von Sünde und Erkenntnis scheint mir heutzutage aus dem Blick geraten zu sein. Dabei erzählt dieser Aspekt etwas über uns: über das Verhältnis von Lust und Fortschritt. Als Unternehmensberater habe ich beruflich häufiger mit Innovationsbereichen zu tun und erlebe dort zuweilen eine beinahe libidonöse Beziehung der Forscherinnen und Forscher zu ihren Entwicklungen. Menschen sind fasziniert von den ungeheuren Möglichkeiten digitaler oder auch gentechnologischer Entwicklungen (um zwei besonders folgenreiche Felder technologischen Fortschritts zu nennen). Allerjüngste Ereignisse wie die furchtbare Hochwasserkatastrophe an der Ahr im Juli 2021 zeigen, dass (technischer) Fortschritt immer Konsequenzen hat.