Artwork

Als Organisationsdesigner und Teamentwickler stelle ich die Ausgestaltung der Prozesse, Arbeitsweisen, Strukturen und Teams in den Mittelpunkt. Impuls, Schwingung, (Ein-) Klang und Resonanz dienen als metaphorische Gelenkstelle zur Erschließung neuer Wahrnehmungs- und Gestaltungsperspektiven.

In meinen Beratungs- und anderen Projekten habe ich schon immer künstlerische Ansätze, Prozesse und Interventionen eingesetzt. Beispielhaft erwähnt seien: Gestalten von Metallskulpturen, bildhauerisches Arbeiten mit Holz und anderen Materialien, Assemblage, Collagen, Malerei, Drum-Circle, Body Percussion, Alltags-Percussion, Klangskulpturen, Chorgesang, Musikmeditation, Improvisationstheater, Rollenspiele, Business-Theater, Pantomime, Body Sculpture. Zuletzt habe ich mit dem international ausgewiesenenen Popart-Künstler Peter Smolka zusammengearbeitet. Mit seiner Unterstützung fand ein Workshop mit einem Führungskräfte-Team statt, in dem es darum ging, die gemeinsame Vision in einem Bild festzuhalten. Heraus kam ein großartiges Werk als Ergebnis eines ebenso großartigen Prozesses.

L * _ ? Machine

Vor einigen Jahren habe ich begonnen, meine eigenen künstlerischen Aktivitäten zu intensivieren. Besonders beeinflusst hat mich die Zusammenarbeit mit Michael Schrader, einem überregional bekannten Stahlkünstler aus Düsseldorf. Daneben beeindruckt mich der Nature Artist „Chakal“, der mich in Land Art Projekte einführte. Mit ihm habe ich im Frühsommer 2019 das Projekt “Rotation” verwirklicht, dem leider nur ein äußerst kruzes Leben vergönnt war. Glücklicherweise ist es auf der Seite von Chakal dokumentiert (hier lang, dort bitte etwas scrollen).

Ich befasse mich  bevorzugt mit skulpturalen Objekten, die aus den Elementen Holz und Eisen bestehen. Natur und Technik: Mich interessieren Gegensätze wie hart und weich, krumm und gerade, fest und wackelig, rund und kantig, Verschmelzung und Distanz, Eros und Abstoßung. Daraus entstehenden Spannungen. Verwendet wird ausschließlich totes Material, also abgestorbene Natur bzw. ausrangierte Technik. Aus deren Dekonstruktion und Neuformation werden Gebilde, die mich zuweilen selbst überraschen. Ich arbeite planlos, orientiert an dem, was da ist und mir zur Verfügung steht. Während der Arbeit assoziiere ich anhand der Formen und Konfigurationen, bis eine Synthese aus Objekt und Idee emergiert. In diesem Sinne entsteht etwas, das ich als “Maschine” wahrnehme, angelehnt an deren ursprüngliche Bedeutung “mechane”, was im Altgriechischen unter anderem für “künstliche Vorrichtung” steht. Dass darin auch die etymologische Wurzel für den “Mechaniker” steckt, passt gut. Denn ich hantiere mit technischem Gerät, mit Werkzeugen und Maschinen (z.B. Schweißgerät, Bohrmaschine, Flex, Schraubstock, Hammer, Messer, Schraubenzieher), weshalb ich Verwandtschaft zu den Tätigkeiten eines Mechanikers sehe. Nachdem ich lange nach einer Überschrift für all das gesucht habe, gefällt mir derzeit recht gut: L * _ ? Machine.

12 Objekte, entstanden in den Jahren 2018 und 2019, habe ich in der Ausstellung „Come together. Formen – Spannungen – Dialoge“ im Projektraum C.30, Haan (bei Düsseldorf) gezeigt. Der Projektraum C.30 wird von meinem Lehrer Michael Schrader betrieben, dem ich von Herzen dafür danke, dass er mir diese Gelegenheit bot. Hier lang geht es zur Dokumentation der Ausstellung.

Eine ständig aktualisierte Übersicht meiner Arbeiten findet sich hier: Arbeiten von Guido Wolf

Dr. Guido Wolf – Art Work

Ausstellung „Come together. Formen – Spannungen – Dialoge“ im Projektraum C.30 zu Haan bei Düsseldorf (September-November 2019)